Jonathan Franzen: Die Korrekturen.
Eine Familiensaga mit halluzinatorischen Elementen. Das Missverständnis des Erfolgs dieses Buches liegt IMHO darin, dass deutsche Leser glauben, es handele allgemein menschliche Zustände ab – dabei ist es strictly american. Aber so ist das oft bei amerikanischen Erzählern: wir sind schon so amerikanisiert, dass wir uns mit den Verhältnissen im mittleren Westen der USA besser auszukennen glauben als mit den in – sagen wir mal – Sachsen-Anhalt.
Es ist eine Schande, dass die US-Autoren so viel besser erzählen als das Gros der deutschsprachigen Schriftsteller. Ausnahmen (Karen Duve: Dies ist kein Liebeslied z.B.) bestätigen die Regel.
gesachtes vom 05.01.2003
Franzen: Korrekturen
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