gesachtes vom 02.02.2005

Hakmarrëje

Albaner Steckbrief
Es ist leichter Vorurteile zu haben als nicht. Es ist notwendig Vorurteile zu haben, damit man sich in der Welt zurecht findet. Es ist wichtig, Vorurteile immer wieder daraufhin zu überprüfen, ob ihnen irgendeine Substanz zugrunde liegt. Es ist eine Pflicht, Vorurteile ständig dadurch zu revidieren, dass man sich informiert und mit anderen Menschen über den Inhalt des Vorurteils spricht.

Ich habe Vorurteile gegen Albaner. Keine Ahnung warum. Mir macht das, was ich über Albanien, seine Historie und seine Kultur weiß, Angst. Alles, was ich je über in West- und Mitteleuropa lebende Albaner gehört habe, ist negativ. Griechische Freunde berichteten, dass Albaner bei Streitigkeiten sofort zum Messer greifen. Ein Bekannter, der im Personenschutz tätig war, sagte, dass er immer dann äußerst aufmerksam handelte, wenn Albaner in der Nähe waren, da diese – so seine Einschätzung aus Erfahrung – das Töten von Menschen jederzeit als Handlungsoption im Repertoire haben. Ich habe selbst keine direkten Kontakt zu Albanern gehabt, jedenfalls keinen bemerkenswerten oder negativen. Trotzdem beschäftigt mich das Thema. Also habe ich entsprechend gegoogelt.
Gefunden habe ich ein hervorragendes Grundlagenpapier (siehe unten) und ganz aktuell einen Beitrag auf Telepolis. Darin wird wiederum auf alte Spiegel-Beiträge aus dem Jahr 1999 Bezug genommen und weitere, zum Teil internationale Quellen zitiert. Fazit: Die albanische Mafia hat einen nicht unerheblichen Marktanteil am Heroinhandel in Europa. Die “Karriere” dieser kriminellen Vereinigung hat damit begonnen, dass Albaner für andere Mafiabanden die Drecksarbeit erledigt haben. Das Geld aus dem Heroinhandel fließt annähernd vollständig in den Untergrundkampf der UCK im Kosovo. Die Ideologie der UCK basiert auf der Vorstellung von einem Großalbanien, dass neben dem heutigen Albanien den gesamten Kosovo und Teile Mazedoniens umfasst. Die nationale Idee steht im Zusammenhang mit der Clan-Struktur der Skipitaren: Staat wird imaginiert als Großreich, das zwischen den Clans in Interessensphären aufgeteilt ist – ähnlich wie im Denken der Korsen, übrigens. Eine albanische Familie besteht in der Regel aus rund 60 direkt miteinander verwandten Personen, der erweiterte Kreis umfasst oft 200 bis 300 Menschen. Ein Albaner vertraut ausschließlich seiner Familie, andere Clans werden nur dann nicht als feindlich betrachtet, wenn deren Machtsphären weder geografisch noch geschäftsmäßig an die eigenen Grenzen. Die Blutrache (albanisch: “Hakmarrëje”) ist absolut virulent und wir über Generationen verfolgt – eine entsprechende Fehde soll angeblich bereits seit über 400 Jahren laufen und jedes Jahr bis zu 15 Mordopfer finden.

Auf dieser historisch-kulturellen Basis agieren Albanerbanden in ganz Europa (übrigens auch mit zunehmendem “Erfolg” in den USA…) – im Heroinhandel, im Menschenhandel und wohl auch im Waffenhandel.

(Sehr lesenswertes Grundlagenpapier zur albanischen Mafia: Albanien und die Mafia; Univ.-Prof. Dr. Eva Kreisky, Wien)


[ von Rainersacht um 14:33 in diesunddas ] [ 03308 x gelesen ] [ es wurde 1x was dazu gesacht ] [  ]

es wurde 1x was dazu gesacht

  1. Ich bin Deutscher und kenne privat viele Albaner die zwischen 20 und 50 Jahre alt sind. Meiner Erkentniss nach machen sie hier viel Geld mit Prostitution,raub von Luxusgütern wie teures Parfum, teure Brillen und Geringe Mengen Drogen. Ich bin mit vielen gut befreundet, mische mich aber nicht in ihre Angelegenheiten ein. Sie wissen das ich es auch nicht will und würden mich damit nicht belästigen. Ihr Verhalten mir gegenüber ist mehr Familiär als Freundschaftlich. Sie verhalten sich mir gegenüber sehr respekt voll. Ich fühle mich in deren Gegenwart wohl. Ein Teil meines Umfeldes fühlt sich in Gegenwart mancher Albaner sichtlich unwohl. Ich bin mir der Problematik mit den Albanern oder der Albanischen Mafia wohl Bewusst, jedoch bin ich auch froh sie als meine Freunde bezeichnen zu können. Im gegensatz zu manch Anderen Leuten fordern sie nicht ständig oder gaukeln dir was vor.
    Ich denke aber auch, das in Zukunft die Probleme und Konflikte mit Albanischen Landsleuten häufiger werden.

    [ gesachtes von deutscherFranke am 20.04.2008 um 13:31  ]

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