gesachtes vom 27.12.2005

Friedensnobelpreis für Frau Osthoff!

Susanne Osthoff
Die Frau hat einen Fehler: Sie tut, was sie für richtig hält. Das steht einer Frau nicht zu. Tut sie, was sie für richtig hält, gilt sie als eigensinnig. Jeder ehergelaufene Zipfelträger masst sich an, über Susanne Osthoffs Tun & Lassen zu richten – und das aus der Perspektive des toitschen Steuerzahlers, mit dessen Steuern die durchgeknallte Alte ja schließlich aus den Händen des bösen Islamisten freigekauft wurde. Hey, Dame Osthoff! Sei dankbar! Tu jetzt, was man von dir erwartet! Komm nach good ol’ Germany, kümmere dich um deine verheulte Mutter und um deine Tochter, die du ja – du Rabenmutter! – jahr-e-lang im Stich gelassen hast, nur um bei irgendwelchen geilen Irakis rumzuhängen unter dem Vorwand (ha!), alten Kram auszubuddeln und so’n bisschen humantitär rumzutun.

Aus welcher Ecke kommen jetzt die gut gemeinten Ratschläge, die Beurteilungen und die Drohungen? Natürlich von den Medien, die sich anmaßen Volkes Stimme zu sein, und genauso natürlich von Politikern, die dem Stimmvieh nach dem Maul zu reden glauben. Nein, nein (Kopfschüttel bis zum Hirntod), wie kann die arme Frau jetzt wieder in den Irak gehen? Hat sie noch nicht genug gehabt? MUSS DAS SEIN? So zu meinen ist eine direkte Folge mangelhafter Information. Wer lesen kann, der hätte lesen können, wer Susanne Osthoff ist, was sie in ihrem Leben getan hat und was ihr der Irak bedeutet. Ja, “sie ist keine normale Bundesbürgerin”, denn die normale Bundesbürgerin hat Angst vor dem bösen Islamisten und hütet Heim und Kind. Und lässt sich schon gar kein Kind vom bösen Islamisten machen.

All das ist Susanne Osthoff. Und das ist mutig und richtig. Es steht niemanden, der sie nicht persönlich kennt, an, das zu kritisieren. Punkt.

Ich finde, Susanne Osthoff ist für den nächsten Friedensnobelpreis zu nominieren – wegen ihrer Hilfe für das irakische Volk und wegen ihres Mutes, sich nicht einer völlig verkorksten öffentlichen Meinung zu beugen.


[ von Rainersacht um 20:31 in diewelt ] [ 01366 x gelesen ] [ es wurde 3x was dazu gesacht ] [  ]

es wurde 3x was dazu gesacht

  1. Osthoff’s Aktivität ist unterstützenswert.

    Wenn sich heutzutage diese unerträglich gleichgeschalteten Medien ihre vorlaute Klappe zerreissen, warum Frau Osthoff nicht bitte endlich “vernünftig” zu sein habe, “wo doch soviel für sie getan worden ist”, dann bekommt man schon einen annähernden Überblick darüber vermittelt, wie tief diese medialen Doppeldenker dieser (Noch-)”Republik” ihre Köpfe eigentlich im Arsch der versumpften Weltpolitik Amerikas stecken haben müssen. Oder zumindest kommen sie von dessen süsslich-modrigem Geruch nicht mehr weg, weil ihre Hirne scheinbar zu sehr vom klebrigen Machtrausch, der von der US-Administration ausgeht, benebelt sind…

    [ trackback von guanako.twoday.net am 27.12.2005 um 22:18  ]

  2. Osthoff das Rätsel

    Wenn sie wirklich in den Irak will gibt es nur eine Lösung für das Dilemma – sie gibt ihre deutsche Staatsbürgerschaft zurück.

    [ trackback von Der Deutschling - Verständnis für Deutschland am 28.12.2005 um 00:24  ]

  3. Ich bin dafür, dass sich der Staat um niemanden im Ausland kümmern sollte. Anfangen sollte man mit Abenteuerurlaubern, die durch die Sahara biken und denen, die zwischen Freiheitkämpfern und Regierungstruppen ihren Strandurlaub in Indonesien verbringen.

    [ gesachtes von The Hans am 28.12.2005 um 21:38  ]

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