
Der perfide Versuch der Brauerei Frankenheim, den Kult um die beste Rockkneipe der Welt, den Weißen Bär in der Düsseldorfer Altststadt, zu klauen, ist gescheitert.
“Die Zivilkammer des Landgerichts sprach gestern dem Sohn des bisherigen verstorbenen Pächters der Traditionskneipe die Rechte an dem Namen und an dem Logo (weißer Bär auf braunem Grund) zu.”
(Quelle: WZ newsline vom 26.01.2006)
Das ist gut so. Und es ist ein Zeichen. Das was Menschen an Kult(ur) geschaffen haben durch ihre Person und ihre Standhaftigkeit, das was sie zusammen mit anderen Menschen gestaltet haben, kann man nicht einfach stehlen und in Kommerz verpackt an Ahnungslose verkaufen, die meinen, wenn Weißer Bär dransteht, dann ist auch Weißer Bär drin. Es zeigt aber auch, dass man einen Kult nicht einfach ad infinitum weiter betreiben kann – denn der neue Bär ist weit davon entfernt, den Kult fortzuführen. Interessant daran ist, dass es nicht gelingt, obwohl ein großer Teil der Stammgäste treu geblieben ist. Offensichtlich gehört der Raum, ja, die exakte Lage, zu den Faktoren, die das Besondere ausmachen. Trotzdem: Mal wieder hingehen, sich die Ohren vollrocken lassen und ungezählte Alt trinken!

