gesachtes vom 07.04.2006

Zensurskandal: Erwin lügt immer weiter

HorstEckert
Der Skandal in kurzen Worten (hier die Langfassung “Erwin lässt Zensur ausüben”): Der renommierte Düsseldorfer Krimiautor schreibt eine Kurzgeschichte für die Anthologie “Blutgrätsche” zur Fußball-WM. Darin geht es um einen fiktiven OB, der beim Bau der neuen Arena in der Stadt heftig gemauschelt hat und selbst aufs Kreuz gelegt wird. Die Figur ähnelt dem Düsseldorfer OB Joachim Erwin äußerlich gar nicht, es gibt Parallelen beim Charakter. Das Buch wurde ab dem 15. Februar vom Verlag ausgeliefert. Bereits am 20. Januar schrieb der EXPRESS einen Vorabbericht unter der Überschrift “O weh, OB – Neuer Eckert-Krimi nimmt Arena-Klüngel aufs Korn”, und die WZ zog mit dem Beitrag “Jetzt wird der Arena-Krieg zum Krimi” nach.
Der rührige Düsseldorfer Buchhändler Götz Grauert hatte bereits im Vorfeld und im Rahmen einer Reihe namens “Anstoss” die Lesung der Eckert’schen Story in den Räumen der Zentralbibiothek der Stadtbücherei verabredet. Die Veranstaltung war für den 30. März angesetzt. Am 14. März sagte der Leiter der Stadtbücherei die Lesung ab – bekannt gegeben wurde diese Entscheidung vom Presseamt der Stadt. Gegenüber dem EXPRESS sagte Erwin am 14. März: “Ich kenne weder das parasitäre Geschreibsel noch den Autor des Buches. Ich weiß von nichts. Es interessiert mich auch nicht. Sein Stadt-Sprecher Kai Schumacher fügte hinzu: ‘Wir entscheiden, was wir promoten. Dieses Buch in unseren Mauern aber nicht.” Wer letztlich das Verbot der Lesung verlangt, also Zensur ausgeübt habe, wollten weder OB noch Sprecher mitteilen.

Als Eckert am Donnerstag, 16. März bei Radio Neandertal für ein Studiointerview zu Gast war, spielte man ihm dort ein Telefoninterview vor, das kurz zuvor mit Stadtsprecher Kai Schumacher geführt worden war. Darin fiel der Satz Schumachers: “Wir wollen den Werken Horst Eckerts keine Bühne bieten.” An den Wortlaut hat Eckert gute Erinnerung, war es doch die erste Äußerung eines Vertreters der Verwaltung zur Absage, die Eckert zu Ohren bekam.

Schließlich gewährte der Düsseldorfer Kabarettist Manes Meckenstock Buchhändler Grauert und Autor Eckert Asyl für die Lesung der Geschichte “Wege zum Ruhm”. Die beiden Veranstaltungen am 30. März und am 6. April waren jeweils restlos ausverkauft. Schließlich setzten die Grüne Ratsfraktion den Zensurskandal auf die Tagesordnung der Ratssitzung vom 6. April. Horst Eckert nahm als Beobachter an dieser Ratssitzung teil und fasst seine Sicht der Dinge unter der Überschrift ” OB Joachim Erwins Hampelei in der Ratssitzung” zusammen:

“In seiner gestrigen Erklärung zum Thema ‘Eine Zensur findet nicht statt’ hat Oberbürgermeister dem Rat der Stadt mehrere frappierende Unwahrheiten aufgetischt.
Damit setzt er die Kette von Peinlichkeiten fort, die mit der Absetzung der lange geplanten Lesung von Horst Eckerts Kurzgeschichte ‘Wege zum Ruhm’ in der Stadtbücherei begonnen hatte.
(Quelle: Website des Autors Horst Eckert vom 07.04.2006)

Auch die rheinische Post kommentiert die Ratssitzung ungewohnt kritisch:

“Und dann überschlugen sich die Ereignisse: Grünen-Sprecher Günter Karen-Jungen berichtete von einem O-Ton, den Stadtsprecher Kai Schumacher Radio Neandertal gegeben habe, der jedoch nie gesendet und gelöscht worden sei. Woraufhin OB Erwin betonte, es habe zu keiner Zeit ein Interview mit Schumacher gegeben, aufrief, zu Sachlichkeit zurückzukehren…”
(Quelle: RP Online vom 07.04.2006)

Dass die Glaubwürdigkeit des Stadtdespoten weiter gelitten hat, meint EXPRESS.de:

“Und auch FDP-Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ließ nicht beirren: Erwins Darstellung würde draußen von niemandem geglaubt. Das Klima sei inzwischen so, dass viele dem OB so eine Zensur zutrauen.”
(Quelle: EXPRESS.de vom 07.04.2006)


[ von Rainersacht um 16:36 in erwin & konsorten ] [ 0511 x gelesen ] [ es wurde 2x was dazu gesacht ] [  ]

es wurde 2x was dazu gesacht

  1. bekomme grade gewaltphantasien:
    jemander* (ich glaub das gibts nich, egal), wärend der oralen befriedigung eines gewissen herren*, ein abisoliertes 380 v stromkabel in den arsch stecken.

    *jegliche ähnlichkeit mit (noch) lebenden personen ist rein zufällig und vom autor in keiner weise beabsichtigt oder gewollt. die vorhergehende aussage stellt lediglich ein produkt der phantasie des autors dar.

    [ gesachtes von yallamann am 07.04.2006 um 19:35  ]

  2. kaufe zwischen arsch und stecken ein “zu”

    [ gesachtes von yallamann am 07.04.2006 um 19:37  ]

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