
“In Uecker-Randow etwa, wo die NPD auf mehr als 15 Prozent der Wahlstimmen kommt, verzeichnen die Forscher nicht nur eine beträchtliche Alterung der Gesellschaft, verstärkt noch durch Abwanderung, sondern mittlerweile auch einen in der deutschen Geschichte fast beispiellosen Männerüberschuss. Auf einhundert Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren kommen dort nur noch 74 Frauen.”
(Quelle: SpON vom 20.09.2006)
Der notorische Schirrmacher erklärt die hohen Stimmenanteil für die NPD im Osten MeckPomms. Den begründet er vorwiegend hormonell. Dafür ist der FAZ-Schirrmacher ja bekannt. Ich finde das gar nicht so verkehrt, denn auch ich vertrete insgeheim die These, dass der Mensch nix anderes ist als eine Hormonmaschine, dass letztlich die Hypophyse der Sitz dessen ist, was Romantiker den freien Willen nennen. Schirrmachers Nazi-Hormon-Theorie in Kürze und drastischen Worten: Die Frauen hauen scharenweise ab aus den Wüsten des östlichen Vorpommerns. Die Jungs haben weniger zum Ficken. Also Testosteronüberschuss. Macht gewalttätig. Und lässt sie NPD wählen. Okay, wenn man früher, als es sie noch gab, mal irgendwelchen B&H-Skinheads nahegekommen ist, dann weiß man, dass die auch meist keine Frauen hatten, die bereit waren, sich von ihnen bumsen zu lassen – kann man ja auch verstehen. Denn wenn Mann Bier geiler findet als Frau, dann findet Frau Mann ziemlich beschissen und ist definitiv paarungsunwillig. Fassen wir zusammen: Neonazi-Männer haben zu wenig Sex.
Nun kennt ja jeder diese Western, in denen in irgendeinem Klondyke-Nest zu Zeiten des Goldrauschs täglich gegenseitiges Erschießen vor dem Saloon angesagt war. Auch in diesen Siedlungen gab es maximalen Frauenmangel. Also ließen auf Frieden bedachte Sheriffs schon mal ganze Planwagenladungen Ladies aus den zivilisierten Gegenden einfliegen. Schwupps hörten die Typen auf, einander fortwährend aufs Maul zu hauen und umzunieten. Scheint also was dran zu sein an der Schirrmacher’schen Theorie. Gleichzeitig liegt hier aber auch die finale Lösung des Neofaschistenproblems: Schickt Frauen nach MeckPomm! Paarungswillige Weibchen, die das Manko (Geschlechterverhältnis teilweise schlechter als 75 zu 100, also: 0,75 Frau auf 1,00 Mann…) auffüllen. Rund gerechnet müssten um die 30.000 Damen rekrutiert werden, die bereit sind, Verantwortung für die Demokratie quasi körperlich zu übernehmen. Leider, leider kommen nur Frauen halbwegs deutscher Herkunft in Frage, denn der MeckPommeranzo steht auf deutsch. Vielleicht ja auch nur, weil er nix anderes kennt.
Ähnlich wie in den zitierten Filmen würden gleich mehrere Effekte auftreten. Einerseits würde die Gewalttätigkeit zurückgehen, andererseits auch der Bierkonsum und dritten würden die Typen mal Manieren kriegen. Denn wenn sie nicht spuren, lässt sie die frischgefundene Olle einfach nicht mehr ran. Das würden sie, einmal sexuell angefixt, einfach nicht durchhalten.
(Bild: Die amerikanische Neonazi-Girlie-Band Prussian Blue via Informationsdienst gegen Rechtsextremismus IDGR)


[ gesachtes von Mario A. am 20.09.2006 um 14:27 ]
Das mit dem freien Willen ist etwas komplizierter als das Kleinhirn Schirrmachers tickt.
In den Worten Schopenhauers liegt die Sachlage etwa so: “Du kannst tun, was du willst. Aber du kannst nicht wollen, was du willst.”
[ gesachtes von Chat Atkins am 20.09.2006 um 18:44 ]
Die einzige Lösung, die NPD(-Wähler) zur Vernunft zu bringen, ist wohl eher WeiberENTZUG! ;)
Was die Prussian Blue-Girlies anbelangt, ist damit leider nicht zu scherzen:
http://www.magnusbeckerblog.de/nazi-girlie-group-prussian-blue-cd-erlaubt/
[ gesachtes von mag am 20.09.2006 um 20:00 ]