Der notorische Malzahn, die CC-Fliege unter denjenigen, denen man schriftliche Diarrhoe mit Geld vergütet, hat wieder zugeschlagen. Immer wenn dieser gewendete Linke einen Kommentar absondert, verbreiten sich üble Gerüche in der SpON-Küche, denn dann sind alle Rückschlagventile der Fäkalienhebeanlage offen. Tse-Tse hört Stimmen; sie sagen ihm: Ey, Claus, alte Hupe, du bist auserkoren, das Abendland zu retten, und dafür werden dich die Bushista und ihre Anhängsel reich belohnen. Wie anders lässt sich folgender Text erklären?
“48 Prozent der Deutschen halten die USA für gefährlicher als Iran – nur 31 Prozent glauben das Gegenteil. Das Ergebnis entspricht der deutschen Grundverlogenheit. Höchste Zeit für eine Neuauflage von Re-Education.”
(Quelle: SpON com 28.03.2007)
Fassen wir diesen alfabetischen Müllhaufen kurz zusammen. Das Malzahn meint meinen zu müssen, dass DER DEUTSCHE so blöd ist, die Amis für gefährlich zu halten. Dass seien die Sozen inschuld, und die Amis sollten dem DEUTSCHEN VOLK nochmal eine Re-Education angedeihen lassen. Noch kürzer: Malzahn findet die Deutschen so scheiße, dass sie umerzogen werden müssen.
Und so treibt er mit dem Begriff der Re-Education Schindluder. Dabei handelt es sich (das muss der olle Wim-Thoelke-Fan und Kakaotrinker vom Jahrgang 63 nicht wissen…) um einen Teil dessen, was die rundum gescheiterte Entnazifizierung durch die Amis ausmachte. Es ging den USA darum, den Deutschen ihren Faschismus auszutreiben und für die Demokratie zu machen. Dazu wurden einerseits praktizierende Nazis je nach Schwere ihrer Schuld eingestuft, teilweise juristisch belangt, teilweise rehabilitiert und zu großen Teilen befähigt, ihre Vergangenheit zu vertuschen, um so zu Richtern, Ministern, ja, zu Bundeskanzlern zu werden. Da man im Land der Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung der Ansicht war, die deutschen wüssten nicht, wie das so geht mit dem Wählen, hat man entsprechende Kurse angeboten und vor allem massiven Einfluss auf die Medien und die Kultur genommen. Ziel der Übung: Die deutschen zu ordentlichen Konsumenten zu machen, die a) die Kommunisten hassen und b) die Amis total klasse finden.
Die Tse-Tse-Fliege meint nun, dass es an der Zeit wäre, die Deutschen mal wieder kräftig einzunorden. Damit sie diesen persischen Wirrkopf scheiße finden und nicht den wunderbaren Dorsch Kabeljau Bush. Antiamerikanismus, so CC weiter, sei nix als Heuchelei, weil die Deutschen ja Ami-Filme und -Serien glotzen:
“Antiamerikanismus ist prima bigott. Man kann sich abends die neuesten Folgen von ‘24′ reinziehen und am nächsten Morgen über Guantanamo klagen. Man kann behaupten, die Amis seien am Terrorismus selber schuld – und gleichzeitig eine restriktive Einwanderungspolitik gegenüber Muslimen in Deutschland fordern. Man kann den amerikanischen Präsidenten einen Massenmörder nennen und am nächsten Tag einen Flug nach New York buchen, man kann über die vermeintliche Kultur- und Bindungslosigkeit des amerikanischen Durchschnittsbürgers lamentieren und sich am nächsten Tag die Unterlagen für die Green-Card-Lotterie kommen lassen. Es vergeht kein Tag in Deutschland, an dem über die USA nicht die wildesten Behauptungen, die übelsten Schmähungen, die wahnsinnigsten Verschwörungstheorien verbreitet werden – aber das ist alles kostenlos und dient vor allem der deutschen Selbstgerechtigkeit.”
Der Typ ist so panne, dass er unfähig ist zwischen dem Anti-Bushismus (den Deutsche, die so denken, mit gut 60% der US-Bürger teilen) und dem zum Glück wachsenden Antikapitalismus, der sich naturgemäß gegen die in den USA herrschende Klasse richtet, zu differenzieren. Die zitierte Umfrage sagt ja eigentlich nur Folgendes: Bei GW Bush ist klar, dass er ein demokratiefeindlicher Kriegsverbrecher ist, bei Ahmadinedschad ist klar, dass er demokratiefeindlich ist. Im Gegensatz zu dem Grenzdebilen aus Texas hat der Durchgeknallte aus Teheran noch kein anderes Land in einen unvorstellbar grausamen Bürgerkrieg gestürzt. Im Gegensatz zum schlimmsten Präsidenten, unter dem die wohlmeinenden Amerikaner je leiden mussten, hat der Holocaust-Leugner keinen Plan, die Welt nach iranischem Muster einzurichten. Und schließlich ist der Verwirrte aus Persien nicht vor, die Welt wirtschaftlich zu unterjochen, auf dass der herrschenden Klasse in seinem Land die Milliarden nur so zufliessen. Das ist der Unterschied, Malzahn. Aber das wirst du auf dem Wege zum Rechtspopulisten nicht mehr begreifen.


I have a dream! Auf deutsch weiter und ohne Timbre: Bartel und Malzahn suchen sich jeweils einen real existierenden Politiker ihrer Wahl. Es gibt eine TV-Kontroverse (Sondersendung bei Beckmann, Maischberger, oder bei Frank Plasberg (hart aber fair)). Und dann reden sie mal tacheles, die beiden bzw. die vier. Schönes Thema aussuchen (Erziehung, Umwelt, Sex, was auch immer). Und dann ran an die Buletten.
Wird wohl dran scheitern, daß weder Bartel noch Malzahn eine/n Politiker/in findet…
Schade eigentlich!!!!!
[ gesachtes von wasnjetz am 29.03.2007 um 11:41 ]
Ich würde mit der Tse-Tse-Fliege nicht in einen Ring steigen. Der Mann ist einfach nicht satisfaktionsfähig. Einen Politiker würde ich schon finden … einen, den ich mag, oder einen, den ich nicht mag?
[ gesachtes von Rainersacht am 29.03.2007 um 12:04 ]
[...] wer sich noch weiter über den Herrn Malzahn aufregen will, dem sei als Aufputschmittel der Artikel Mahlzahn hat Durchfall bei “Rainer sacht” empfohlen. Jens [...]
[ pingback von Herr Malzahn - Der Spiegelfechter am 29.03.2007 um 12:52 ]
[...] 29. März 2007 viele [...]
[ pingback von vae spiegelanis! « Professional Slacker am 30.03.2007 um 10:11 ]
[...] Professional Slacker hat noch einige Links zu anderen Beiträgen gesammelt, die sich mit Claus Christian Malzahns dümmlichen [...]
[ pingback von Perspektive 2010 » Blog Archive » Claus Christian Malzahn bei Deutschlands größtem Boulevard-Magazin am 31.03.2007 um 15:23 ]