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	<title>Kommentare zu: Afrika &#8230; ich kann&#8217;s nicht mehr h&#246;ren!</title>
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		<title>Von: Schmalz</title>
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		<dc:creator>Schmalz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 09:01:35 +0000</pubDate>
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		<description>ich wei&#223; nicht recht!
irgendwie fummelt mir der westen da &#252;berall zu viel rein um das analysieren zu k&#246;nnen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich wei&#223; nicht recht!<br />
irgendwie fummelt mir der westen da &#252;berall zu viel rein um das analysieren zu k&#246;nnen</p>
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		<title>Von: loreley</title>
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		<dc:creator>loreley</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2007 12:29:14 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, das ist wahr. Ganz anders als in Asien. Mentalit&#228;tsfrage wahrscheinlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das ist wahr. Ganz anders als in Asien. Mentalit&#228;tsfrage wahrscheinlich.</p>
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		<title>Von: Rainersacht</title>
		<link>http://www.rainersacht.de/2007-06/afrika-ich-kanns-nicht-mehr-horen.php/comment-page-1#comment-15536</link>
		<dc:creator>Rainersacht</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2007 12:08:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, Loreley, das habe ich ja oben schon gesagt: Dezentrale Projekte unter maximaler Beteiligung der Betroffenen sind hilfreich, keine Frage. Gerade die B&#246;hm&#039;sche Initiative hat in &#196;thopien gro&#223;e Verbesserungen erm&#246;glicht.

Aber das Dilemma liegt ja schon in deinem Satz &quot;das mein Schwager jahrelang geleitet hat&quot;. Wenn ein solches Projekt jahrelang von einem Europ&#228;er geleitet werden muss, dann ist doch schon der Wurm drin. Denn im Umkehrschluss bedeutet das doch, dass man keine Afrikaner findet, die gut genug ausgebildet sind, die Leitung zu &#252;bernehmen. Gut ausgebildete Afrikaner bleiben in Europa oder USA oder werden Teil der korrupten Cliquen.

F&#252;r mich ist einer der wichtigsten Schritte einer Weltpolitik, die Afrika hilft den Kontinent selbst erfolgreich zu gestalten, der Kampf gegen die Despoten und Wirtschaftsberbrecher bzw. die volle Unterst&#252;tzung der Kr&#228;fte, die gegen korrupte Strukturen k&#228;mpfen. W&#228;ren mehr afrikanische Staaten demokratisch (auf Basis der jeweiligen kulturellen Traditionen, nicht unbedingt im westlichen Sinne...) verfasst, k&#246;nnte sich der Kontinent seine Probleme gr&#246;&#223;tenteils selbst l&#246;sen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Loreley, das habe ich ja oben schon gesagt: Dezentrale Projekte unter maximaler Beteiligung der Betroffenen sind hilfreich, keine Frage. Gerade die B&#246;hm&#8217;sche Initiative hat in &#196;thopien gro&#223;e Verbesserungen erm&#246;glicht.</p>
<p>Aber das Dilemma liegt ja schon in deinem Satz &#8220;das mein Schwager jahrelang geleitet hat&#8221;. Wenn ein solches Projekt jahrelang von einem Europ&#228;er geleitet werden muss, dann ist doch schon der Wurm drin. Denn im Umkehrschluss bedeutet das doch, dass man keine Afrikaner findet, die gut genug ausgebildet sind, die Leitung zu &#252;bernehmen. Gut ausgebildete Afrikaner bleiben in Europa oder USA oder werden Teil der korrupten Cliquen.</p>
<p>F&#252;r mich ist einer der wichtigsten Schritte einer Weltpolitik, die Afrika hilft den Kontinent selbst erfolgreich zu gestalten, der Kampf gegen die Despoten und Wirtschaftsberbrecher bzw. die volle Unterst&#252;tzung der Kr&#228;fte, die gegen korrupte Strukturen k&#228;mpfen. W&#228;ren mehr afrikanische Staaten demokratisch (auf Basis der jeweiligen kulturellen Traditionen, nicht unbedingt im westlichen Sinne&#8230;) verfasst, k&#246;nnte sich der Kontinent seine Probleme gr&#246;&#223;tenteils selbst l&#246;sen.</p>
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		<title>Von: loreley</title>
		<link>http://www.rainersacht.de/2007-06/afrika-ich-kanns-nicht-mehr-horen.php/comment-page-1#comment-15535</link>
		<dc:creator>loreley</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2007 11:46:44 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;sonder das staatliche Entwicklungskohle die Zust&#228;nde verschlimmert&quot;

Das ist zu allgemein. Es gibt sehr wohl Entwicklungshilfeprojekte, die Sinn machen. Dabei wird vor Ort zusammen mit Einheimischen was aufgebaut und in Workshops wird Know-How vermittelt, ich denke da speziell an ein Wiederaufforstungs-Projekt in Westafrika, das mein Schwager jahrelang geleitet hat.

Man kann zwar nur mit Politik gegen die korrupten Systeme was erreichen, aber es ist keine Alternative die Leute ganz im Stich zu lassen. Ich kann mir vorstellen, dass selbst das eine oder andere Projekt von Prominentnen was bringt, wenn es &#252;berschaubar bleibt und sich jemand vor Ort richtig darum k&#252;mmert, wie eben Karlheinz B&#246;hm es gemacht hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;sonder das staatliche Entwicklungskohle die Zust&#228;nde verschlimmert&#8221;</p>
<p>Das ist zu allgemein. Es gibt sehr wohl Entwicklungshilfeprojekte, die Sinn machen. Dabei wird vor Ort zusammen mit Einheimischen was aufgebaut und in Workshops wird Know-How vermittelt, ich denke da speziell an ein Wiederaufforstungs-Projekt in Westafrika, das mein Schwager jahrelang geleitet hat.</p>
<p>Man kann zwar nur mit Politik gegen die korrupten Systeme was erreichen, aber es ist keine Alternative die Leute ganz im Stich zu lassen. Ich kann mir vorstellen, dass selbst das eine oder andere Projekt von Prominentnen was bringt, wenn es &#252;berschaubar bleibt und sich jemand vor Ort richtig darum k&#252;mmert, wie eben Karlheinz B&#246;hm es gemacht hat.</p>
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		<title>Von: Rainersacht</title>
		<link>http://www.rainersacht.de/2007-06/afrika-ich-kanns-nicht-mehr-horen.php/comment-page-1#comment-15533</link>
		<dc:creator>Rainersacht</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2007 10:26:14 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Olaf, mit welchem Ziel soll ich &quot;ein paar mehr Leute&quot; erreichen? Dass die anfangen, wie bl&#246;de zu spenden? Und dann? Nehmen wir mal an, man habe 1 Mio f&#252;r Afrika gesammelt. Gibt man die an eine der gro&#223;en Hilfsorganisationen, dann kommen nach deren eigenem Bekunden rund 80% ~ 85% in Afrika an. Vom Rest werden ordentliche europ&#228;ische Familie qua Gehalt ern&#228;hrt. In Afrika selbst werden weiter 10 bis 20 Prozentpunkte f&#252;r Verwaltung ausgegeben. Davon werden die dort arbeitenden Europ&#228;er und die ganz wenigen, in Europa ausgebildeten Afrikaner bezahlt. Bleiben noch 600.000 bis 700.000 Euros. Damit ein Projekt &#252;berhaupt stattfindet, muss davon zwischen einem Viertel und einem Drittel an Schmiergeldern gezahlt werden, sonst geht gar nichts. In Projekte vor Ort flie&#223;en also maximal 570.000 EUR, eher aber nur 400.000 EUR. Das ist die Realit&#228;t der Hilfsindustrie und ihrer Spendensammelclowns.

Andererseits: Staaten wie Nigeria verdienen soviel mit ihren Rohstoffen (in diesem Fall &#214;l), dass innerhalb von zwei, drei Jahren eine gute Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur MIT EIGENEN MITTELN aufgebaut werden k&#246;nnte. Angola hat in den letzten vier Jahren dank Rohstoffen ein Wirtschaftswachstum von 264% hingelegt. Wo landen die &#220;bersch&#252;sse? Vorwiegend bei Bonzen, die der Ersten Welt die Ausbeutung der Bodensch&#228;tze erlaubt und daf&#252;r von deren Vertreter gest&#252;tzt werden. Das ist die Realit&#228;t auf dem angeblich &quot;vergessenen Kontinent&quot;.

Entwicklungshilfegelder flie&#223;en aber z.B. auch in Saatgut, das bessere Ernten erm&#246;glicht. Davon profitiert weltweit zu &#252;ber 80% der Monsanto-Konzern, der dieses Saatgut liefert. Das Zeuch hat einen Haken: Im Gegensatz zu den vorhandenen Nutzpflanzen sind sie steril. Das hei&#223;t: Bauern k&#246;nnen nicht einen Teil der Ernte f&#252;r die Aussaat verwenden, sondern m&#252;ssen jedes Jahr aufs Neue bei Monsanto kaufen (lassen).

Thema Aids: Die Pharmakonzerne weigern sich, Generica herstellen zu lassen, also Pr&#228;parate, die genauso gut wirken wie die eigenen, aber mangels Patentabgaben zu einem Bruchteil der Kosten hergestellt werden k&#246;nnten. Die Patente werden von den G8-Staaten mit maximalem Aufwand gesch&#252;tzt.

Klein-Fritzchen denkt ja gern: M&#246;nsch, wenn die Negerbabies hungern, dann m&#252;ssen wir das Lebensmittel hinschicken, wir ham ja genug. Das mag in Einzelf&#228;llen, nach Naturkatastrophen und in Kriegszeiten richtig sein (wobei die Kosten f&#252;r die Logistik, an denen westliche Firmen verdienen, meist bei 60% bis 90% des Aufwands ausmachen), in &quot;normalen&quot; Zeiten macht es die Menschen jedoch nur tr&#228;ge und abh&#228;ngig.

Afrika mit dem Wirtschaftswachstum einer Reihe von L&#228;ndern k&#246;nnte sich selbst ern&#228;hren, wenn a) die Rohstoffe in eigener Regie ausgebeutet und vertickt w&#252;rden, wenn b) auf der afrikanischen Kultur basierende politische Strukturen (&#196;ltestenr&#228;te etc.) eingef&#252;hrt w&#252;rden, wenn c) Handelsschranken der westlichen L&#228;nder f&#252;r Agrarprodukte fallen w&#252;rden, wenn d) Bildungs- und Gesundheitswesen mit den Einnahmen aus den Rohstoffen aufgebaut w&#252;rden. Dabei k&#246;nnen weder die Staaten, noch die gro&#223;en NGOs wirklich helfen. Also weder Spenden, noch Entwicklungshilfegelder.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Olaf, mit welchem Ziel soll ich &#8220;ein paar mehr Leute&#8221; erreichen? Dass die anfangen, wie bl&#246;de zu spenden? Und dann? Nehmen wir mal an, man habe 1 Mio f&#252;r Afrika gesammelt. Gibt man die an eine der gro&#223;en Hilfsorganisationen, dann kommen nach deren eigenem Bekunden rund 80% ~ 85% in Afrika an. Vom Rest werden ordentliche europ&#228;ische Familie qua Gehalt ern&#228;hrt. In Afrika selbst werden weiter 10 bis 20 Prozentpunkte f&#252;r Verwaltung ausgegeben. Davon werden die dort arbeitenden Europ&#228;er und die ganz wenigen, in Europa ausgebildeten Afrikaner bezahlt. Bleiben noch 600.000 bis 700.000 Euros. Damit ein Projekt &#252;berhaupt stattfindet, muss davon zwischen einem Viertel und einem Drittel an Schmiergeldern gezahlt werden, sonst geht gar nichts. In Projekte vor Ort flie&#223;en also maximal 570.000 EUR, eher aber nur 400.000 EUR. Das ist die Realit&#228;t der Hilfsindustrie und ihrer Spendensammelclowns.</p>
<p>Andererseits: Staaten wie Nigeria verdienen soviel mit ihren Rohstoffen (in diesem Fall &#214;l), dass innerhalb von zwei, drei Jahren eine gute Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur MIT EIGENEN MITTELN aufgebaut werden k&#246;nnte. Angola hat in den letzten vier Jahren dank Rohstoffen ein Wirtschaftswachstum von 264% hingelegt. Wo landen die &#220;bersch&#252;sse? Vorwiegend bei Bonzen, die der Ersten Welt die Ausbeutung der Bodensch&#228;tze erlaubt und daf&#252;r von deren Vertreter gest&#252;tzt werden. Das ist die Realit&#228;t auf dem angeblich &#8220;vergessenen Kontinent&#8221;.</p>
<p>Entwicklungshilfegelder flie&#223;en aber z.B. auch in Saatgut, das bessere Ernten erm&#246;glicht. Davon profitiert weltweit zu &#252;ber 80% der Monsanto-Konzern, der dieses Saatgut liefert. Das Zeuch hat einen Haken: Im Gegensatz zu den vorhandenen Nutzpflanzen sind sie steril. Das hei&#223;t: Bauern k&#246;nnen nicht einen Teil der Ernte f&#252;r die Aussaat verwenden, sondern m&#252;ssen jedes Jahr aufs Neue bei Monsanto kaufen (lassen).</p>
<p>Thema Aids: Die Pharmakonzerne weigern sich, Generica herstellen zu lassen, also Pr&#228;parate, die genauso gut wirken wie die eigenen, aber mangels Patentabgaben zu einem Bruchteil der Kosten hergestellt werden k&#246;nnten. Die Patente werden von den G8-Staaten mit maximalem Aufwand gesch&#252;tzt.</p>
<p>Klein-Fritzchen denkt ja gern: M&#246;nsch, wenn die Negerbabies hungern, dann m&#252;ssen wir das Lebensmittel hinschicken, wir ham ja genug. Das mag in Einzelf&#228;llen, nach Naturkatastrophen und in Kriegszeiten richtig sein (wobei die Kosten f&#252;r die Logistik, an denen westliche Firmen verdienen, meist bei 60% bis 90% des Aufwands ausmachen), in &#8220;normalen&#8221; Zeiten macht es die Menschen jedoch nur tr&#228;ge und abh&#228;ngig.</p>
<p>Afrika mit dem Wirtschaftswachstum einer Reihe von L&#228;ndern k&#246;nnte sich selbst ern&#228;hren, wenn a) die Rohstoffe in eigener Regie ausgebeutet und vertickt w&#252;rden, wenn b) auf der afrikanischen Kultur basierende politische Strukturen (&#196;ltestenr&#228;te etc.) eingef&#252;hrt w&#252;rden, wenn c) Handelsschranken der westlichen L&#228;nder f&#252;r Agrarprodukte fallen w&#252;rden, wenn d) Bildungs- und Gesundheitswesen mit den Einnahmen aus den Rohstoffen aufgebaut w&#252;rden. Dabei k&#246;nnen weder die Staaten, noch die gro&#223;en NGOs wirklich helfen. Also weder Spenden, noch Entwicklungshilfegelder.</p>
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