gesachtes vom 10.02.2008

Was erlauben Bayern?

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um sich zu fragen, wie eigentlich die Beeinflussung der Schiedsrichter durch Hoeneß & Konsorten genau funktioniert. In schöner bayerischer Korruptionstradition könnte Ringsgwandls

“I woaß net, wo ’s eahm zoin, vielleicht a Luxusschnoin”

zutreffen. Aber vermutlich läuft die Sache viel subtiler. Grund meines erneuten Zorns waren verschiedene Details des soeben mit 1:1 für Werder Bremen zu Ende gegangenen Spitzenspiels. Und vor allem der Umgang des Spielleiters Thorsten Kinhöfer mit dem üblen Schmutzfußballer van Bommel. Der hatte sich rasch eine gelbe Karte eingehandelt (Wobei ich persönlich finde, der holländische Flachkopf müsste gleich beim Auflaufen verwarnt werden), was aber keinen Lerneffekt bei ihm auslöste. So spielte er sein übliches dreckiges Spiel und wurde nicht müde, bei jeder Gelegenheit auf Herrn Kinhöfer hinzureden. Der wusste sich aber nicht besser zu behelfen, als den Bommel ein letztes und ein allerletztes Mal zu ermahnen. Als die niederländische Sense erneut zuschlug – und das im Rahmen eines ausgesprochen gelbwürdigen Fouls -, zückte der Unparteiische (har-har) aus Herne nicht etwa den gleben Kartong, um den Übelmann aus der Partie zu entfernen, sondern ermahnte ihn ein allerallerletztes Mal. Zudem gab Kinhöfer den Bayern einen unberechtigten Elfmeter, den der dumme Toni aber verschoss.

Bestümmt hat schon irgendwer Statistiken darüber angefertigt, in welchem Maße die Scheißbayern von Schiedsrichtern bevorzugt werden. Dass dem so ist, daran besteht kein Zweifel. Ich vermute ja, dass da keine siemens-artige Bestechung im Spiel ist, sondern eine Art vorbeugender Gehorsam. Jeder DFB-Referee weiß, dass er von der Bayern-Mafia samt ihres Scheißblattes gejagt würde, käme es zu einer Niederlage der Bayern wegen ausgewogener Pfeiferei. Und dem will sich natürlich kein Mann in Schwarz aussetzen. So wird’s sein.


[ von Rainersacht um 19:11 in fussball ] [ 0778 x gelesen ] [ dazugesachtes nicht möglich ] [  ]
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