gesachtes vom 05.03.2008

Warum ich Obama nicht traue…

…und andere Meinungen zur US-Präsidentinnenwahl. Warum ich Barack Obama nicht traue? Er ist Anwalt. Und warum ich Hillary Clinton auch nicht traue? Klar, sie ist auch Anwältin. Schließlich: Warum ich nicht möchte, dass John “Pommfritz” McCain Präsident wird? Weil der Steinhöfel den gut findet. Weißt du auch, warum mir dieser ganze Zirkus auf die Nüsse geht? Weil es am verkorksten System der United States of America nicht die Bohne ändern wird, ob Obama, Hillary oder Senator McCain unter dem Großkartell der Öl- und Militäroligarchen Präsident/in wird. Die derzeitige Begeisterung für Obama auch hierzulande ist nichts weiter als romantisches Showbizz.


[ von Rainersacht um 14:42 in diewelt ] [ 0729 x gelesen ] [ es wurde 2x was dazu gesacht ] [  ]
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es wurde 2x was dazu gesacht

  1. Das Problem des hiesigen, des europäischen Interesses beziehungsweise der «Hoffnung» auf Verbesserung scheint, daß von vergleichbaren politischen Strukturen ausgegangen wird. Doch die US-Demokraten sind (um deutsche Verhältnisse zu nehmen) keine gemäßigte, in die FDP gebettete SPD, und die Republikaner allenfalls mit dem rechten Rand der CDU/CSU gleichzusetzen. Bei den Demokraten geht es schwerwiegend christ!-demokratisch los, und die Republikaner sind kapitalistische Hardliner (nun gut, hart im kapitalistischen Nehmen sind auch die Demokraten). Was in der sogenannten alten Welt vor allem aber nicht erkannt wird: Innenpolitisch würde sich, Clinton hin, Obama her, kaum etwas zum Guten hin ändern. Die Armen werden arm bleiben, und deshalb dürften sie sich eine Krankenkasse kaum leisten können, et cetera.

    Dafür sorgen die oberen politischen Gottesanbeter der einzelnen Staaten sowie die kommunalen Häuptlinge. Die lassen sich von Washington nichts befehlen. Gefälligst um eine florierende Wirtschaft sollen die sich kümmern und darum, daß auch der nächste Krieg (endlich mal) gewonnen wird. Keiner von den beiden wird die Jungs zurück ins Heim holen. Denn die hätten zuhause keine Arbeit, und dort, fernab der Heimat, haben sie wenigstens was zu tun: God bless America!

    Das alles schreibt mir der mittendrin im Geflecht hockende Sohn meines Onkels aus Amerika, der seine ursprüngliche Heimat trotz Sarkozy für das Paradies hält.

    [ gesachtes von Jean Stubenzweig am 06.03.2008 um 15:26  ]

  2. Seh ich in ungefähr genau so. Obama ist einfach das kleinste noch übrig geblieben Übel. Das traurige ist, mit Kucinich oder Gravel wären bei den Demokraten auch Kandidaten am Start gewesen, mit, sagen wir mal durchschnittlich sozialdemokratischen Programmen nach europäischen Massstäben. Nur wurden diese bereits im Vorwahlkampf von den Medien und den Geldgebern aus dem Rennen gemobbt.

    [ gesachtes von Ugugu am 07.03.2008 um 08:21  ]

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