Eigentlich ist das Videocast des Spochrepochters Bellstedt vom Stern ja manchmal ganz niedlich. Jetzt hat sich der Typ aber über die “Ausschreitungen” während des Spiel der Frankfurter Eintracht gegen Nürnberg ausgelassen. Natürlich ist er – wie das Gros seiner Kollegen – völlig ahnungsfrei, was die Realitäten der diversen Fan-Bewegungen im toitschen Fußball angeht. Dass er zum letzten Mal vor vielen, vielen Jahren freiwillig in einer Kurve gestanden hat, ist mehr als deutlich. Die Kollegen, die ihre Bengalos aufs Spielfeld geworfen haben, nennt er Vollspackos, Vollidioten und völlig verblödet. Und meint damit, sich per Sprache an den gemeinen Fan anbiedern zu können. Dann spricht er von “Fan-Ultras, die man eigentlich Hooligans nennen müsste.” Spätestens damit ist Bellstedt raus. Wer als Journalist die Unterschiede zwischen Fans, Ultras und Hooligans immer noch nicht auf die Reihe kriegt, der sollte sich einfach an Dieter Nuhr halten.
Vielleicht hülfe aber auch ein Gespräch mit dem Stern’schen Fußball-Blogger Arne Jens, der zum selben Thema folgenden Satz bloggt: “Nur, ohne die Aktionen der Nürnberger Randalierer verteidigen zu wollen: Das eine oder andere bengalische Feuer in der Fankurve hat immer noch mehr mit Fußball zu tun als jede Business-Loge.” Da hat er wahr, der Mann.

